Deutsche Lager auf dem Gebiet von besetztem Polen in den Jahren 1939–1945 - Deutsche lager -

Niemieckie obozy zagłady i obozy koncentracyjne w okupowanej Polsce

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Deutsche Lager auf dem Gebiet von besetztem Polen in den Jahren 1939–1945

Erste Lager

Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 plante Nazi-Deutschland, nicht nur den polnischen Staat, sondern auch die polnische Nation zu zerstören. Polen, die für den polnischen Staat arbeiteten, sollten getötet und die anderen versklavt werden. Um diese Pläne zu verwirklichen, schuf der Aggressor von Beginn der Besatzung Lager auf polnischem Boden.

Als die ersten wurden – bereits im Oktober 1939 – die so genannten provisorischen  Konzentrationslager gebaut. Sie wurden durch die nach Polen kommende deutsche Sicherheitspolizei in Posen (Konzentrationslager Posen – Fort VII) und in Łodz-Radogoszcz(Konzentrationslager Radogosch) gegründet. In diesen Lagern wurden Polen inhaftiert, die den Widerstand der Zivilbevölkerung gegen den deutschen Aggressor organisierten oder  organisieren könnten.

Fast zur gleichen Zeit schuf die deutsche Polizei, die für die Inhaftierung für die Polen bestimmten, Übergangslagern für Zivilgefangene und Internierungslager. Solche Lager wurden unter anderem in Inowrocław (Übergangslager in Hohensalza), Dzialdow (Durchgangslager für polnische Zivilgefangene in Soldau), Gdynia (Internierungslager Gotenhafen), Gdansk (Übergangslager Danzig-Victoria), Sztutowo (Zivilgefangenenlager Stutthof), Bydgoszcz (Internierungslager Bromberg) erstellt.

... es wurden dort mehr als 100 Tsd. Polen inhaftiert (...) sie wurden in 196 Orten der Massenhinrichtungen erschossen.

Innerhalb weniger Monate des Betriebs der provisorischen Konzentrationslager, der Lager für polnische Zivilgefangene und Internierungslager wurden dort mehr als 100 Tsd. Polen inhaftiert. Ihr Schicksal war tragisch: nach brutalem Verhör wurden sie in 196 Orten der Massenhinrichtungen erschossen, vor allem in Wäldern, zum Beispiel Piaśnickie Wälder in der Nähe von Wejherowo, Szpęgawskie Wälder in der Nähe von Starogard Gdański, Kaliskie Wälder in der Nähe von Kartuzy, Barbarka Wald in der Nähe von Torun, Dopiewca Wälder in der Nähe von Poznan, Łagiewnickie Wälder und Lućmierskie Wälder bei Łodz.

Konzentrationslager

... es wurde das Vernichtungsprogramm der Juden sowie die Auszehrung bestimmter Gruppen von Gefangenen umgesetzt.

Im besetzten Polen organisierte der deutschen Aggressor Konzentrationslager. Das erste Konzentrationslager in Polen, das für 30 Tsd. Gefangene berechnet war, wurde vom Besatzer im Mai 1940 in Oświęcim in Schlesien gegründet - es war das KL Auschwitz. Es wurde im Zusammenhang mit den Massenfestnahmen von Polen gegründet, um die Entwicklung der Widerstandsbewegung zu verhindern, die immer breitere Kreise der Bevölkerung umfasste. Bis Ende 1940 wurden im Lager fast 8 Tsd. Polen unter Verdacht der Beteiligung an der Konspiration inhaftiert. KL Auschwitz hatte über 40 Nebenlager, wo Häftlinge Zwangsarbeit für deutsche Konzerne leisteten.

Im August des Jahres 1941 wurde ein weiteres Konzentrationslager: KL Lublin gegründet, das im Volksmund Majdanek genannt wurde – nach dem Stadtteil von Lublin, in dem es sich befand. Das Lager wurde für 25.000 – 50.000 Gefangenen ausgelegt. Auch im Jahr 1941 begann der Betrieb des Konzentrationslagers in Brzezinka - KL Birkenau, wohin die bisher im Männer-KL Auschwitz inhaftierten Frauen versetzt wurden, als auch das Konzentrationslager in Rogoznica - Groß-Rosen. Im Januar 1942 erhielt den Status eines Konzentrationslagers (KL Stutthof) das in Sztutowo bei Danzig bestehende Sonderlager der Sicherheitspolizei -Sonderlager Stutthof. Die ersten Häftlinge des Lagers waren Mitglieder der Widerstandsbewegung aus Pommern. KL Stutthof und KL Groß-Rosen hatten 119 Nebenlagern im besetzten Polen und mehrere Nebenlager in Ostpreußen, Tschechen und Deutschland. Häftlinge arbeiteten vor allem am Straßenbau und in Waffenfabriken.

Die Besatzung der Konzentrationslager bestand aus SS-Beamten. Funktionen in Lager-Werkstätten, Lagerhallen und Büros wurde von deutschen Strafgefangenen ausgeübt, die aus in Deutschland gegründeten Lagern gesendet wurde.

In weiteren Jahren des Krieges und der Besatzung erweiterten die Behörden des Dritten Reiches die Aufgaben derKonzentrationslager auf polnischem Boden. Sie dienten zur Zwangsisolation; dort wurden das Vernichtungsprogramm der Juden sowie die Auszehrung bestimmter Gruppen von Gefangenen umgesetzt. Die erste Gruppe, die (Ende 1941) nach Auschwitz zur Auszehrung gerichtet wurde, waren sowjetische Kriegsgefangene. 10 Tsd. Häftlinge sind verhungert.

Zur Vernichtung wurden auch ins KL Auschwitz Roma aus ganz Europa gebracht. Für sie gab es einen eigenen Teil des Lagers, wo ganze Familien untergebracht waren, die dann in den Gaskammern ermordet wurden.

Als die Deutschen 1942 begannen, das Holocaust-Programm umzusetzen (d.h. die Endlösung der Judenfrage), wurde die jüdische Bevölkerung aus ganz Europa nach Auschwitz gerichtet. Nach der Ankunft ins Lager wurden die Juden mit Zyklon-B oder Abgasen ermordet. An einem Tage konnten ca. 9.000 Menschen vergast und in Krematorien verbrannt werden. Die jüdische Bevölkerung aus dem besetzten Europa wurde auch zu Holocaust ins KL Lublin, KL Stutthof und KL Groß-Rosen geschickt.

Vernichtungslager

Die Deutschen begannen, das Holocaust-Programm umzusetzen (...) an einem Tage konnten ca. 9 Tsd. Menschen vergast und in Krematorien verbrannt werden.

Neben den Konzentrationslagern, in denen das Programm für den Holocaust umgesetzt wurde, gründete der Besatzer auf dem polnischen Gebiet Vernichtungslager. Das erste von ihnen wurde im Dezember 1941 in Chelmno am Ner gegründet (SS-Sonderkommando Kulmhof). Es befand sich auf einem ans Reich angeschlossenen Gebiet. Weitere Lager entstanden 1942 in Belzec, Sobibor und Treblinka. Die Besatzung dieser Lager bestand auch aus SS-Beamten. Der Besatzer gründete Vernichtungslager, um die jüdische Bevölkerung in Europa auszurotten. Es wurden dort auch Roma,sowjetische Kriegsgefangene, und manchmal Polen ermordet.

In das Vernichtungslager Kulmhof kamen die ersten Transporte mit der jüdischen Bevölkerung des Warthelandes. Die Opfer wurden in LKWs – bewegliche Gaskammern getrieben, in die Abgase aus den Auspuffrohren gelassen wurde. Die Leichen der Opfer wurden zu einem nahe gelegenen Wald transportiert und dort auf Holzhaufen verbrannt. Die nächsten Opfer waren Kinder der polnischen Familien aus dem Gebiet um Zamosc und Polen aus den sozialen Einrichtungen in Lodz und Wloclawek. In Kulmhof wurden auch Juden aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden und sowjetische Kriegsgefangenegetötet. Insgesamt ermordeten die deutschen Besatzer im Lager von 160.000 bis zu 200.000 Menschen.

Die ersten Transporte in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor im östlichen Teil des besetzten polnischen Gebietes kamen mit der jüdischen Bevölkerung aus Ghettos in südlichen und östlichen Distrikten des Generalgouvernements an, das heiß Distrikt Lublin, Krakau, Radom und Galizien. Weitere Transporte kamen aus Deutschland, Österreich, Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Rumänien, Ungarn und der UdSSR.

In das Lager Belzec wurden auch Polen aus dem galizischen Distrikt, vor allem aus Lviv gebracht; in das Lager Sobibor wurden polnische Kinder aus dem Gebiet um Zamosc transportiert. Insgesamt wurden im Lager Belzec ca. 500 Tsd. und Sobibor von 170 Tsd. bis ca. 250 Tsd. Juden ermordet.

Das Vernichtungslager Treblinka, das im nördlichen Teil von Masowien gegründet wurde, diente dem Holocaust, an den aus dem Warschauer Ghetto und den, von den Nazis in anderen Städten des Distriktes Warschau und des Bezirks Bialystok gegründeten, Ghettos deportierten Juden. Die Juden wurden hier aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Griechenland, Jugoslawien und der Sowjetunion hingebracht. Insgesamt ermordeten die Deutschen im Lager von 750 Tsd. bis 900 Tsd. Juden.

Die Vernichtungslager wurden im Herbst 1943 und in den ersten Monaten des Jahres 1944 liquidiert. Die Gaskammern wurden zerstört, die Baracken abgerissen und die Grundstücke, auf dem die Lager standen, wurden gepflügt und mit Gras eingesät.

Weitere Kategorien der Lager

Vernichtungslager, Konzentrationslager und andere Lager der Sicherheitspolizei schöpfen nicht alle Arten von Lagern aus, die von den deutschen Besatzern auf polnischem Boden gesetzt wurden. Neben den Lagern, die der Sicherheitspolizei untergeordnet waren, gab es Tausende den zivilen Behörden untergeordnete Lager. Dies waren vorübergehende Umsiedlungslager, Zwangsarbeitslager und Strafkolonien.

Die größte Gruppe bestand aus Zwangsarbeitslagern, die der Ausbeutung der menschlichen Ressourcen aus Polen dienten. Die ersten entstanden Ende 1939 und Anfang 1940. Dies waren Arbeitslager für Juden. Ihre Liquidation folgte sukzessive in den Jahren 1942-1944, während der Durchführung des Holocausts an den Juden.

Für die Polen organisierte der Besatzer ab Dezember 1940 separate Zwangsarbeitslager. Die dort inhaftierten Menschen arbeiteten an dem Bau von Straßen und Böschungen an Flüssen, auf dem Acker, bei Regulierungs- und Entwässerungsarbeiten sowie an Befestigungsanlagen. In diesen Lagern gab es eine hohe Sterblichkeitsrate aufgrund von primitiven, unhygienischen Lebensbedingungen, Unterernährung, der harten Arbeit und des Terrors. Die Zwangsarbeitslager für Polen wurden bis 1945 betrieben.

In das vorübergehende Umsiedlungslager wurde die polnische Bevölkerung aus Gebieten deportiert, die der vollständigen Germanisierung unterzogen werden sollten. Die Familien wurden in diesen Lagern getrennt. Junge und Gesunde wurden zur Zwangsarbeit im Reich geschickt, die Alten und Kranken und die Kinder blieben in den Lagern. Innerhalb von fünf Jahren der Aussiedlungsaktion inhaftierten die deutschen Besatzer mehr als 1,2 Millionen Polen in den Lagern.

Eine eigene Kategorie waren Straflager. Es war der Ort der Vollstreckung der Strafe in Verbindung mit Arbeit.

dr Maria Wardzyńska

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